Saša Stanišić entführt uns in seinem Jugendbuch in ein Sommercamp, das für den Protagonisten Kemi eigentlich nur eine Qual sein sollte: zu viel Natur, zu viele Mücken und die üblichen Gruppendynamiken. Doch als sein Mitbewohner Jörg zum Ziel von Mobbing wird, muss Kemi sich entscheiden, ob er wegsieht oder eingreift. Inmitten der Wälder schleicht zudem ein echter oder eingebildeter Wolf umher, der die unterdrückten Ängste der Jugendlichen symbolisiert. Mit viel Sprachwitz, einer Prise Absurdität und einem tiefen Verständnis für die Komplexität von Zivilcourage erzählt Stanišić davon, wie schwierig es ist, „echt“ zu sein. Es ist eine Geschichte über Außenseiter, die Kraft des Schweigens und den Moment, in dem man über sich hinauswächst.


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